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Neue Gewalt in Kairo
Straßenschlachten vor dem Präsidentenpalast
Einen Tag nach dem Massenprotest gegen den ägyptischen Staatschef Mohammed Mursi ist es vor dem Präsidentenpalast in Kairo zu heftigen Zusammenstößen zwischen seinen Gegnern und Anhängern gekommen. Die beiden Seiten bewarfen sich gegenseitig mit Steinen und schlugen mit Stöcken aufeinander ein. Die Krawalle begannen, als Tausende Islamisten die Gegend um den Palast stürmten, wo 300 Gegner Mursis einen Sitzstreik abhielten.
Gestern Abend hatten Zehntausende rund um den Präsidentenpalast gegen Mursi, seine Macht-Dekrete und den neuen Verfassungsentwurf demonstriert. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Behörden zufolge wurden 35 Demonstranten und 40 Polizisten verletzt. Mursi kehrte inzwischen in seinen Amtssitz zurück, den er wegen der Protestkundgebung am Vorabend verlassen hatte.
Die Fronten in der Auseinandersetzung um Mursi bleiben verhärtet
tagesschau 17:00 Uhr, 05.12.2012
Clinton: Dialog muss auf Wechselseitigkeit beruhen
US-Außenministerin Hillary Clinton mahnte die ägyptische Regierung und die Opposition zum Dialog. Die jüngsten Unruhen zeigten die Notwendigkeit hierfür auf, sagte sie auf einem NATO-Treffen. Allerdings müsse ein Dialog auf Wechselseitigkeit beruhen und nicht darauf, dass die Regierung ihre Standpunkte durchsetze.
Stand: 05.12.2012 18:07 Uhr
