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Gut drei Wochen vor der Präsidentschaftswahl im Senegal ist es erneut zu Gewalt zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Am Rande einer Demonstration tausender Gegner von Amtsinhaber Abdoulaye Wade in der Hauptstadt Dakar kam nach Medienangaben ein junger Mann ums Leben. Nach Angaben örtlicher Medien wurde der Mann von einem Polizeiwagen erfasst und dadurch tödlich verletzt.
[Bildunterschrift: Proteste gegen den Präsidenten: Ausschreitungen bei einer Demonstration in Dakar ]
Nachdem die Demonstranten zunächst friedlich auf dem Platz des Obelisken protestiert hatten, schritten am frühen Abend Sicherheitskräfte ein. Sie setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Von offizieller Seite gab es zu dem Fall vorerst aber keine Stellungnahme. Die Proteste richteten sich vor allem gegen ein Gerichtsurteil, nachdem Wade bei der Wahl im Februar trotz einer im Jahr 2000 eingeführten Beschränkung auf zwei Amtszeiten ein drittes Mal antreten darf. Bereits in den vergangenen Tagen waren mehrere Menschen getötet worden.
Die Opposition erklärte derweil, den Urnengang trotz ihrer Kritik an der erneuten Kandidatur Wades nicht boykottieren zu wollen. Einer ihrer führenden Vertreter, der Präsidentschaftskandidat Moustapha Niasse, sagte: "Wir werden die nächste Präsidentschaftswahl nicht boykottieren, weil das Wade und seinem System zu viel Spaß bereiten würde." Ein Boykott wäre ein "schwerer Fehler".
Niasse war unter Wade Regierungschef, gehört inzwischen aber der Opposition an. Er ist einer der 14 Kandidaten, deren Bewerbung für die Präsidentschaftswahl am 26. Februar vom Verfassungsgericht zugelassen wurde. Der bekannte Sänger Youssou N'Dour dagegen wurde von dem Urnengang ausgeschlossen.
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