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Zehn Tage vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen stehen die Zeichen auf eine Mehrheit für Rot-Grün. Die FDP ist im Aufwärtstrend und kann ebenso auf den Einzug in den Landtag hoffen wie die Piratenpartei. Bundesweit bleibt die FDP aber unter der Fünf-Prozent-Marke. Parteichef Rösler ist so unbeliebt wie noch nie.
Von Jörg Schönenborn, WDR
Zehn Tage vor der wichtigen Wahl in Nordrhein-Westfalen hat Rot-Grün Chancen, eine eigene Mehrheit zu erreichen. In der ARD-Vorwahlumfrage kommt die SPD auf 38,5 Prozent und liegt damit deutlich über ihrem Ergebnis der Landtagswahl 2010. Die Grünen, gegenwärtig Koalitionspartner in einer Minderheitsregierung, stehen bei elf Prozent und sind damit leicht schwächer als bei der letzten Wahl. Infratest dimap hat für diese Umfrage am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag dieser Woche 1.003 Wahlberechtigte in NRW befragt.
Die CDU kommt danach auf 30 Prozent. Die FDP hat mit sechs Prozent berechtigte Hoffnungen auf den Wiedereinzug in den Landtag. Noch im März hatten sich nur zwei Prozent für die Partei ausgesprochen. Noch besser stehen die Chancen für die Piraten, die in dieser Woche auf 7,5 Prozent kommen, damit aber gegenüber der April-Umfrage an Zustimmung verloren haben. Für die Partei Die Linke mit vier Prozent sieht es nach einem kurzen Gastspiel im Düsseldorfer Landtag aus. Die Partei war dort 2010 erstmals eingezogen.
Allerdings geben 34 Prozent der Befragten an, sich noch nicht oder noch nicht sicher entschieden zu haben. Der Landtagswahlkampf in NRW hat mit dem Fernsehduell am vergangenen Montag und einer sogenannten Elefantenrunde der Spitzenkandidaten am Mittwoch so richtig Fahrt aufgenommen. Es spricht also einiges dafür, dass diese Wahl noch nicht entschieden ist und es in den letzten Tagen noch zu Verschiebungen zwischen den Parteien kommen kann.
Die Entwicklung in NRW ist deutlich abgekoppelt vom Bundestrend. Zwar bröckelt gegenwärtig die Zufriedenheit mit der Bundesregierung wieder. Bei einigen Sachthemen gibt es Streit innerhalb der Koalition, andere Entscheidungen treffen auf wenig Gegenliebe in der Bevölkerung. Aber weder bei der SPD noch bei der FDP ist auf Bundesebene ein vergleichbarer Aufwärtstrend wie in NRW erkennbar.
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