Missbrauchsskandal erreicht Papst
In der Amtszeit von Papst Benedikt XVI. als Erzbischof von München und Freising ist ein wegen Kindesmissbrauchs vorbelasteter Priester in die Diözese versetzt worden, wo er sich später erneut an Minderjährigen sexuell verging. Ratzinger habe mit über den Umzug entschieden, teilte das Erzbistum mit. [br]
Interview zur Missbrauchsdebatte
Der Münsteraner Kirchenrechtler Klaus Lüdicke hält einen Runden Tisch zur strafrechtlichen Aufarbeitung der Missbrauchsfälle der Katholischen Kirche für wenig sinnvoll. "Wenn die meisten Taten strafrechtlich verjährt sind, endet da die Kompetenz der Justizministerin", sagte er im Gespräch mit tagesschau.de. [mehr]
Brigadegeneral Hars in den Ruhestand versetzt
Der Luftangriff bei Kundus im September vergangenen Jahres hat einen weiteren General seinen Job gekostet. Verteidigungsminister zu Guttenberg versetzte Brigadegeneral Hars in den einstweiligen Ruhestand. Dieser hatte nach Informationen des "Tagesspiegels" einen kritischen Brief an den Minister verfasst. [mehr]
BGH fällt letztinstanzliches Urteil
Der BGH hat die Anforderungen an die Aktualität von Preisangaben in Preissuchmaschinen verschärft. Anbieter dürfen demnach Preise auf ihrer Homepage erst erhöhen, wenn dies bereits auf der Suchseite geschehen ist. Im konkreten Fall hatte eine große Elektromarktkette wegen einer Espressomaschine geklagt. [mehr]
Schiedsrichterskandal
Theo Zwanziger bleibt Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. Der 64-Jährige war wegen seines Verhaltens in der Affäre um Schiedsrichterbeobachter Amerell heftig kritisiert worden. Nun stellte Zwanziger die Vertrauensfrage - und erhielt Rückendeckung vom DFB-Präsidium. [sport]
Kölner Müllskandal
Im Prozess um die Aufklärung des Kölner Müllskandals hat der frühere Entsorgungsunternehmer Trienekens ein Teilgeständnis abgelegt. Der inzwischen 71-jährige räumte ein, Scheinrechnungen ohne Gegenleistung erstellt zu haben. Auf diese Weise soll Trienekens Schwarzgelder in Millionenhöhe angehäuft haben. [wdr]
Ehemalige Berliner Schulsenatorin gestorben
Die frühere Berliner Schulsenatorin Hanna-Renate Laurien ist tot. Die "streitbare, engagierte und couragierte Politikerin" sei im Alter von 81 Jahren gestorben, teilte die Berliner CDU mit. Die in Danzig geborene Laurien war zunächst Kultusministerin in Rheinland-Pfalz, bevor
sie nach Berlin zog. [rbb]
Prozess in Memmingen
Im Ekelfleisch-Prozess hat das Landgericht Memmingen den früheren Geschäftsführer einer Fleischfirma in Illertissen zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Der 46-Jährige hatte im Jahr 2004 mehr als 300 Tonnen genussuntaugliche Schlachtabfälle in den Handel gebracht und damit für Empörung gesorgt. [br]
Erneuter Wintereinbruch
In dichtem Nebel sind auf der Autobahn Stuttgart-München (A8) fast 60 Fahrzeuge ineinander gekracht. Bei der Massenkarambolage mit 21 Lastwagen und 37 anderen Autos wurden knapp 80 Menschen verletzt. Ein Augenzeuge sprach von "absolutem Chaos", die Autobahn habe an ein Trümmerfeld erinnert. [br]
Bestechlichkeit, Nötigung, Betrug
Das Essener Landgericht hat den bekannten Chirurgen Broelsch wegen Bestechlichkeit, Nötigung, Betrug und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt. Unter anderem hatte er nach Überzeugung des Gerichts todkranke Krebspatienten dazu genötigt, "freiwillige" Spenden an das Uniklinikum zu leisten. [wdr]