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[Bildunterschrift: Alle Fluggesellschaften, die künftig in der EU starten oder landen wollen, müssen dafür Verschmutzungsrechte vorweisen. ]
Der Flugverkehr in Europa soll nach einem Beschluss der EU-Umweltminister ab 2012 am Handel mit Luftverschmutzungsrechten teilnehmen. Dies hätten die Minister der 27 Mitgliedsländer einstimmig beschlossen, erklärte die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft. Ab dann könnten Fluggesellschaften nur noch die Menge Kohlendioxyd (CO2) an die Umwelt abgeben, zu der sie mit Zertifikaten berechtigt sind.
Der Handel von CO2-Emissionen soll Unternehmen einen wirtschaftlichen Anreiz bieten, in umweltfreundliche Technologien zu investieren und den Schadstoffausstoß zu reduzieren. Der Emissionshandel ist das wichtigste Instrument der EU, um ihre Klimaschutzziele zu erreichen. Der Richtlinie muss jetzt noch das Europäische Parlament zustimmen, das die Fluggesellschaften allerdings schon ab 2011 zum Emissionshandel verpflichten wollte.
Die USA und andere nichteuropäische Staaten lehnen die EU-Klimaschutzauflagen für ihre Fluggesellschaften ab. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass diese rechtlich machbar seien. "Dass die Amerikaner jetzt beim Klimaschutz unsere Ratgeber sein sollen, das wäre, glaube ich, keine kluge Idee", sagte er.
Nach Angaben der EU-Kommission machen die Luftverkehrsemissionen rund drei Prozent des gesamten Aufkommens an Treibhausgasen in der Europäischen Union aus. Wenn nichts zu ihrer Begrenzung unternommen werde, werde sich dieser Anteil jedoch bis 2020 verdoppeln. Die Ticketpreise würden nach Berechnungen der Kommission durch eine Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel nur geringfügig steigen. Ein Ticket für einen Hin- und Rückflug innerhalb der EU dürfte nach Kommissionsangaben bis zum Jahr 2020 höchstens um neun Euro teurer werden. Ein Hin- und Rückflugticket nach New York könnte bis zu 40 Euro mehr kosten.
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