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[Bildunterschrift: Fliegen nicht mehr: Flugzeuge von Spanair ]
Die spanische Fluggesellschaft Spanair hat drei Tage nach der Einstellung des Flugbetriebs die Einleitung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Die Airline habe freiwillige Insolvenz beantragt, teilte das Oberste Gericht von Katalonien in Barcelona mit. Spanair habe Schulden in Höhe von mehr als 300 Millionen Euro.
Die größten Gläubiger dürften die skandinavische Fluggesellschaft SAS und die katalanische Regionalregierung sein. SAS war bis 2009 Mehrheitsaktionär bei Spanair und hält noch gut zehn Prozent der Anteile. Das Unternehmen teilte den Mitarbeitern mit, dass die Arbeitsverträge für alle 2075 Beschäftigten gekündigt werden.
Die Regierung in Barcelona, die über verschiedene Beteiligungen der größte Aktionär ist, hatte rund 140 Millionen Euro in das Unternehmen gesteckt. Nach Informationen der Zeitung "El País" hatte Spanair am Wochenende überraschend alle Flüge abgesagt, weil es den Treibstoff für die Maschinen nicht mehr bezahlen konnte. Die für Montag vorgesehenen 143 Spanair-Flüge wurden komplett abgesagt. Davon waren nach Angaben der Flughafenbehörde AENA mehr als 15.000 Passagiere betroffen.
Die 1986 gegründete Fluggesellschaft hatte 2010 einen Verlust von 115 Millionen Euro eingeflogen, im Jahr zuvor waren es 186 Millionen Euro. 2011 beförderte die Fluglinie 12,5 Millionen Passagiere. Spanair beschäftigt direkt und indirekt mehr als 4000 Mitarbeiter.
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